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Melamin

 

N-TV hat im Dezember 2019 eine beeindruckende Studie veröffentlicht. Im Jahr 2018 wurden aufgrund von Personalmangel rund 1/4 Millionen der notwendigen Lebensmittelkontrollen nicht durchgeführt. Besonders betroffen davon waren Berlin und Bremen. Das ergab eine Untersuchung und Befragung von rund 400 zuständigen Behörden. Um auf die Gefahren bei der Verwendung von Melamin, Bambus und Holz hinzuweisen, haben wir obiges Video erstellt.

 


 

Warum ist Melamin so "In"?

Melamingeschirr hat sich in den vergangenen Jahren stark in unserer Gesellschaft verbreitet. Zunächst gefördert von den Auflagen der Badeordnungen, die in Nassbereichen wie Schwimmbädern, SPAs und Saunen die Verwendung von Porzellan und Glas untersagten, hat so das Melamingeschirr quasi durch die Hintertür den Eintritt in die Hotel- und Gastronomielandschaft erhalten. Betriebe mit engen Spülküchen, im Catering und außer Haus schätzten die Leichtigkeit und Unempfindlichkeit des Melamins gegen Bruch und lösten so in vielen Bereichen das Porzellangeschirr ab. Vor allem in der Gastronomie mit großem Stoßgeschäft ist Melamin sehr praktisch. Es ist billiger als Porzellan, geht längst nicht so schnell kaputt und ist in vielen bunten Farben, Formen und Ausführungen erhältlich.


 

Ist die Werbung von Melamin ehrlich?

Nein.

Für den Laien ist die Speisendarbietung auf Melamin zwar ebenso schön wie auf Porzellan, aber kaum jemand kennt die Risiken des Melamins. Vor allem nicht die besonderen Risiken in der Gastronomie! Ein Vergleich zur aktuellen Nutzung (Stand 12/2019) von Melamingeschirr mit einer Zigarettenwerbung aus den 1960er Jahren drückt in verständlicher Form aus, wie Werbung bewusst falsch eingesetzt wird. "Rauchen Sie eine frische Zigarette..." empfiehlt hier der nette Doktor aus den USA. So falsch wie diese Werbung ist der Umgang von Melamin mit Lebensmitteln.

 

So wirbt beispielsweise ein "deutscher" Hersteller von Melamin, seine Ware sei frei von Bisphenol-A und anderen schädlichen Weichmachern. Melamingeschirr enthält grundsätzlich keine Weichmacher, dann andernfalls würde sich der Melaminteller unter dem Gewicht einer Bratwurst bereits nach unten biegen. Werbung wie diese oder Aussagen wie "...Speisen bleiben auf Melamin länger warm..." oder "...Melamin benötigt bei Spülen weniger Energie..." bezeichnen wir als groben Unfug!  


 

Ist Melamin ein natürlicher Rohstoff?

Nein.

Melamin ist eine farblose, geruchs- und geschmacksneutrale chemische Substanz, die in Verbindung mit Formaldehyd das Kunstharz "Melaminharz" ergibt. Dieses Kunstharz, meist zu Granulat verarbeitet, bildet den Grundstoff von 99,9% aller Melamingeschirre. Die Qualität solcher Geschirre ist abhängig von weiteren Zusatzstoffen, die in der Melaminproduktion verwendet werden. Wir stellen anheim, dass auch "ungiftige" Melamine aus Deutschland (BASF), anderen europäischen Ländern (OCI Orascom Construction Industries) oder auch aus den USA hergestellt werden, die zur Herstellung von Melamingeschirr verwendet werden könnten - nur leider kennen wir keinen, der mit formaldehydfreiem Melamin wirbt bzw. werben kann.

 

Kunststoff heißt deshalb Kunststoff, weil er künstlich hergestellt wird. Kunststoff als "umweltschonend" zu bezeichnen, weil er einen nachwachsenden Rohstoff besitzt, ist ein Widerspruch in sich.


Ist Melamin umweltschonend?

Nein.

Melamin zählt zur großen Gruppe der Plastikgeschirre und wird aus Kunststoff hergestellt. Eines der wohl größten globalen Umweltprobleme dieser Erde ist die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikmüll und Mikroplastik.

 

Durch seine beständige Eigenschaft ist Melamin-Kunststoff nicht ökologisch abbaubar und schwer zu recyceln. Normalerweise wird reines Plastik im Recyclingprozess zerkleinert und dann unter Hitze umgeformt. Melamin-Kunststoff kann zwar zerkleinert, dann aber nicht mit Hitze umgeformt werden. (Quelle: Utopia Verlag, München).


Enthält Melamingeschirr Formaldehyd?

Ja.

Alle von uns untersuchten Hersteller von Melamingeschirr verwendeten ein Melamingranulat, das als Bindemittel Formaldehyd enthält. 100% der Hersteller versicherten aber, dass der gesetzliche Grenzwert nach LFGB von 0,5 mg/qdm dabei nicht überschritten wird. Keiner der untersuchten Hersteller verfügte jedoch über geeignete Untersuchungsmethoden, um die Einhaltung der Grenzwerte selbst sicherzustellen.

 

Nach einer Veröffentlichung des Landes Baden-Württemberg (siehe Bild oben) aus dem Jahre 2018 überschritten alle untersuchten Küchenhelfer aus Melamin die gesetzlichen Grenzwerte.


Ist Melamingeschirr schnittfest?

Nein!

Melamin ist ein relativ weicher Kunststoff, dessen Oberfläche sich schon durch einen leichtem Schneiddruck beschädigen lässt. Und genau hier beginnt ein großes Problem des Melamins. Melamingeschirre werden nach ihrer Formgebung und Dekoration mit einer speziellen Schutzschicht überzogen. Diese Schutzschicht verhindert, dass aus dem gepressten Granulat-Grundmaterial Formaldehyd, Nonylphenol u.a. Schadstoffe austreten. Wird nun diese Schutzschicht durch einen Schnitt oder einen Kratzer mit dem Rand eines Löffels beschädigt, hat das Melamingeschirr seine Verwendungstauglichkeit bereits verloren und muss sofort entsorgt werden.


 

Ist Melamingeschirr spülmaschinenfest?

Nein. 

Wie schon in unserer Warenkunde unter Spülen beschrieben, sind die Bezeichnungen "spülmaschinenfest" oder "spülmaschinentauglich" nichtig. Stattdessen muss laut Norm DIN EN 1287-1 eine Spülmaschinenbeständigkeit durch die Anzahl der zugesicherten Spülgänge angegeben werden.

Spülgänge am Tag Nutzungsdauer
5 0,6 Jahre
10 0,3 Jahre

Stark säurehaltige Spülmittel, wie sie vor allem in der Gastronomie eingesetzt werden, greifen überdies die Melaminglasuren an und führen schnell zu Oberflächenkorrosionen. Dabei sind die sog. Mattglasuren um etwa 30% empfindlicher als die glänzenden. Sind die Spülmitteldosieranlagen nicht richtig oder sogar zu hoch eingestellt - was bei vielen Spülanlagen leider der Fall ist -, ist der Korrosionsgrad noch schneller erreicht.

Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Spülmaschinentauglichkeit besteht in der Temperaturbeständigkeit. Wird Melamin oberhalb von 70 °C erhitzt, beginnt ein thermischer Zersetzungsprozess. Die von uns untersuchten Hersteller gaben als maximale Belastungsgrenze Werte zwischen 80 °C und 100 °C an.

 

Laut dem Arbeitskreis für Gewerbliches Geschirrspülen beträgt die Temperatur im Frischwasser-Klarspülvorgang zwischen 80 °C und 85 °C. Es stellt sich die Frage, wie ein Melamingeschirr als "spülmaschinentauglich" bezeichnet werden kann, wenn der Spülvorgang bis zu 15 °C über der empfohlenen Maximaltemperatur liegt.

 

Das sagt der Fachverband zum Thema Geschirrspülen

Durch Wärme nicht verformbare Kunststoffe (Duroplaste) sind spülmaschinenfest. Durch Wärme verformbare Kunststoffe (Thermoplaste) sind lediglich bedingt spülmaschinenfest (Herstellerangaben beachten).

Kunststoffe haben ein nur geringes Wärmespeichervermögen. Dies beeinflusst die Trocknung ungünstig. Von der Geräteindustrie speziell entwickelte Trocknungsabläufe erhöhen den Trocknungsgrad bei Kunststoffgeschirren. Ebenso bietet die Reinigerindustrie darauf abgestimmte Klarspüler an. Je nach Qualität kann die glatte Oberfläche im Laufe der Zeit ihren Glanz verlieren. Sie wird an ihrer Oberfläche porös und kann dadurch nicht wasserlösliche Farbpigmente aus Speisen (z. B. Tomatensoße usw.) aufnehmen. Die Folge davon ist eine dauerhafte Verfärbung. Ebenso können sich auf diese Weise Geruchsstoffe einlagern.

Quelle:
HEA - Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.
Reinhardtstraße 32
10117 Berlin

 


 

Ist Melamingeschirr mikrowellengeeignet?

Nein!

 

Schon kurze Sekunden in der Mikrowelle erhitzen die Moleküle des Melamingeschirrs und es kommt zum Austritt von Giftstoffen. Einmal in der Mikrowelle gelandet, muss das Melamingeschirr sofort entsorgt werden. Danach darf es keinesfalls erneut verwendet werden.


 

Ist Melamingeschirr ofenfest?

Nein!

Wird Melamin oberhalb von 70 °C erhitzt, beginnt ein thermischer Zersetzungsprozess. Die Giftstoffe im Melamingranulat werden quasi weichgekocht und beginnen dann, sich als Giftnebel auf die aufgebrachten Speisen zu legen.


 

Ist Melamingeschirr überhaupt für heiße Speisen geeignet?

Nein!

Nach der Hygiene-Leitlinie des Bundesministeriums für Gesundheit BMG-75210/0003-II/B/13/2013 vom 29.1.2013 sind Speisen in Großküchen und vergleichbaren Einrichtungen nach HACCP bei mindestens 70 °C heiß zu halten. Viele Thermoporte, Bankettwagen, Heißwagen und andere Geräte zum Heißhalten von Speisen übersteigen diese Mindesttemperatur. Es erlaubt sich die Feststllung, dass nach HACCP die Einfülltemperatur von Speisen und Getränken in Melamingeschirr in vielen Fällen oberhalb der Maximaltemperatur von 70 °C liegen kann.


 

Ist Melamingeschirr gefrierschrankbeständig?

Nein!

Melamingeschirre dürfen maximal in einem normalen Kühlschrank eingebracht werden, der zwischen +7 °C und +2 °C herunterkühlt. Nach eigenen Angaben der Hersteller darf Melamin keinesfalls unter -10 °C gekühlt werden.


 

Ein verschwiegenes Problem des Melamingeschirrs?

 

Wird Melamingeschirr mit Dekor versehen, geschieht dies nach dem Pressen des Melamingranulats auf den bereits in Form gepressten Körper. Nach dem Aufpressen des Dekors, der letztlich aus einer Art Melaminpapier besteht, stehen die Ränder über. Diese Überstände werden quasi nur abgeschnitten und poliert. Damit bieten die Ränder und Kanten von Melamingeschirr einen vollkommen ungeschützen Kontaktpunkt zu Lebensmitteln und Getränken.


 

Melamin - Die Hersteller wissen es besser!

 

 

Wenn doch Melamin so unschädlich für Mensch, Natur und Lebewesen ist, warum bestehen dann in allen Fabriken, die es herstellen oder verarbeiten, strengste Sicherheitsvorschriften in Bezug auf das Tragen von Schutzmasken und Spezialhandschuhen? Auf unsere Fragen, ob sich der Gesundheitszustand langjähriger Mitarbeiter in der Melaminindustrie stark verändert, erhielten wir nur ein Lächeln. Aber, am eigenen Leibe selbst erlebt, können wir bestätigen, dass sich bereits nach kurzen Werksbesichtigungen Kopfschmerzen und Augenbrennen einstellten.


 

Ist Melamin überhaupt gewerbetauglich?

Nein!

Ein verantwortungsvoller Gastronom würde sofort bestätigen, dass in einer Gewerbeküche die Voraussetzungen für einen risikolosen Einsatz von Melamingeschirr nicht bestehen. Alleine nur das direkte Gefahrenpotenzial

  • kleinste Kratzer und Schnitte
  • offene Kanten
  • Spül- und Nachspültemperatur
  • Überhitzung
  • Sehr kurze Lebensdauer (Spülzyklen)

erfordert, bei einer seriösen Handhabung, eine tägliche Kontrolle und Beurteilung eines jeden Geschirrteils aus Melamin. Und das im Zeitalter von Personalmangel und Aushilfskräften. Kein Gastronom kann von sich aus ausschließen, dass nicht doch aus einer unscheinbaren Beschädigung Formaldehyd, Nonylphenol oder andere Schadstoffe auf seine Speisen und Getränke übertragen werden. Die Bundesanstalt für Risikobewertung hat in ihrer Stellungnahme Nr. 046/2019 Melamingeschirr zur Risikogruppe erklärt.

 

Außer für die Verwendung in Nassbereichen gibt es eine weitaus bessere und vollkommen risikolose Alternative: Porzellan! Es gibt also keinen ersichtlichen Grund, Speisen auf Melamingeschirren zu servieren, außer um Kosten zu sparen - auf Kosten der Gäste.


 

Porzellan gibt 100% Prävention

 

(Copyright: n-tv 2019-11-11)

  • 100% Lebensmittelechtheit
  • 100% Antibakteriell
  • 100% Schimmelfrei
  • 100% Schnittfest
  • 100% Leicht und schnell zu reinigen
  • 100% Spülmaschinenfest
  • 100% Splitterfrei
  • 100% Ofenfest
  • 100% Mikrowellengeeignet
  • 100% Gutes Gästegefühl
  • 100% Nahezu unbegrenzte Lebensdauer
  • 100% Innovation
  • 100% Prävention
  • 100% Gastronomische Verantwortung

Gewissenhafte Gastgeber geben ihren Gästen Sicherheit!

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