Fachkräftemangel

Fachkräftemangel in der HoReCa Branche 

 

Fachkaeftemangel

 

Das Thema Fachkräftemangel dokumentiert auf sehr eindrucksvolle Weise eine Fülle von Strukturproblemen unserer deutschen Gesellschaft. Doch bevor wir auf diese eingehen, beschäftigen wir uns, wie für Holst Porzellan üblich, zunächst mit der Definition der Begriffe Fachkraft und Mangel. 


Fach

Altertümliche deutsche Bezeichnung für einen Berufszweig, der eine mehrjährige Ausbildung und ein fundiertes Fachwissen verfügt. "Der Mann kommt vom Fach" oder "Ihr Fachmann für" sind dem Ausbildungsstand des Ausführenden anerkennend und beschreibt die fachliche Kompetenz einer Person, die innerhalb ihres Berufes und Fachgebietes über entsprechend versierte Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügt. In der Regel werden Personen vom "Fach" benötigt, Problemlösungen herbeizuführen, oder besonders anspruchsvolle Berufsbilder zu bekleiden. Das betrifft sowohl den handwerklichen Bereich, z.B. Fachingenieur, den juristischen Bereich, z.B. Fachanwalt wie den kaufmännischen Bereich, der "Fach" durch die Bezeichnung des Berufsabschlusses als Kaufmann ersetzt.


Kraft

Kraft ist ein grundlegender Begriff aus der Physik unter man die Einwirkung versteht, die einen Körper verformen und/oder beschleunigen kann. Kräfte sind erforderlich, um Arbeit zu verrichten, wobei sich die Energie eines Körpers oder eines physikalischen Systems ändert. Daraus abgeleitet ist die körperliche Kraft,  die durch Training gestärkt wird und durch die Technik der Motivation und Willensstärke in der Koordinationsfähigkeit und Energiebereitstellung gesteigert werden kann. Im Weitesten Sinne wird die menschliche Kraft als Vermögen der konditionellen Fähigkeit zugeordnet. 


Mangel

Der Begriff Mangel stammt urprünglich aus dem Schuldrecht und beschreibt die Abweichung der tatsächlichen von einer vereinbarten Beschaffenheit, was sich in einem Sach- oder Rechtsmangel äußern kann. Die Wissenschaft (nach Wilfried Berg) hat aus einem Mangel den Zustand abgeleitet, bei dem die Befriedigung bestimmter wichtiger Bedürfnisse zu vertretbaren Preisen unbehebbar unmöglich ist. Ein objektiver Mangel tritt bei allen Wirtschaftssubjekten auf und wird zum Bedürfnis, wenn er subjektiv durch Wirtschaftssubjekte wahrgenommen wird und ein Anreiz zur Bedürfnisbefriedigung besteht. Das Bedürfnis ist die Empfindung eines Mangels mit dem Streben nach dessen Beseitigung. Es kommt nicht auf den objektiven Mangel, sondern auf den subjektiv empfundenen Mangel an. 


Fach-Kräfte-Mangel (Nominaldefinition)

Demnach beschreibt Fachkräftemangel die subjektive Wahrnehmung einer Unterversorgung fundiert ausgebildeter und erfahrener Mitarbeiter, die durch Willensstärke und Koordinationsfähigkeit dem Unternehmen eine steigerungsfähige Energiebereitstellung zur Verfügung stellen können.    


Fachkräftemangel (Realdefinition)

Fachkräftemangel 2020 beschreibt den Mangel, dass eine Beschäftigung von Mitarbeitern zu vertretbaren Preisen (Löhnen und Gehältern) und Bedingungen (Normen, Vorgaben & Auflagen) in dem jeweiligen Berufsfach nicht mehr möglich ist, bzw. der Bildungs- und Erfahrungsstand der in Frage kommenden Beschäftigten nicht dem aufzuwendendem Kostenstand entsprechend ausgebildet ist.


Grundregel des Fachkräftemangels

Aus der Realdefinition des Fachkräftemangels ergibt sich somit zwangsläufig folgende Regel: Je weniger Lohn- und Gehaltsaufkommen als "vertretbarer Preis" zur Verfügung gestellt werden kann, desto höher ist der Fachkräftemangel.  


Die Rolle der Politik & Regierung

Selbst unter erheblichem Fachkräftemangel leidend, ist die Gesamtverantwortung der Regierung für eine Nation erheblich. Jede Entscheidung zieht positive und negative Auswirkungen mit sich. Aufgabe der Regierung ist es, im Rahmen der Gesetze und ihrem Mandat eine Abwägung positiver und negativer Auswirkungen auf die aktuellen Belange abzustimmen. Sozialpolitisch und finanzpolitisch mögen Mindestlöhne sicher erstrebenswert sein, aber dass die deutsche Wirtschaft diese Last nicht alleine tragen kann, zeigt sich durch den bestehenden Fachkräftemangel bereits sehr deutlich.  


Die Rolle der Kammern

Quasi dem Status eines Ministeriums gleichgestellt handeln die Kammern in Punkto Ausbildung und Ausbildungsförderung volks- wie betriebswirtschaftlich vollkommen kontraproduktiv. Wer fordert, dass junge Menschen mit Mindestlöhnen in der Ausbildung motiviert werden sollen, über 20-jährige Azubis in kaufmännischen und handwerklichen Berufen für Religion und Sportunterricht abgestellt werden müssen und es unzumutbar ist, dass sie nach 270 Minuten (4,5 Std.) täglichen Lernens in die Freizeit "müssen", leistet sicher keinen Beitrag an einer Förderung der Technik, die durch Motivation und Willensstärke in der Koordinationsfähigkeit und Energiebereitstellung eine Leistung steigert. Das erwachsene Auzubildende, egal ob sie "wollen" oder nicht, oder sich anderweitig durch eine Ausbildung mogeln ab dem 6. Monat unkündbar sind, ist untragbar!  


Die Rolle der Betriebe

Die Betriebe sind machtlos und müssen irgendwie klarkommen. Sich arrangierensich, finden Kompromisse und hoffen, dass der immer kleiner werdende Kreis "echter Fachkräfte" die Maschine irgendwie am Laufen hält. Unterschiedliche Betriebsgrößen und Wirtschaftszweige inkludieren dabei sehr unterschiedliche Probleme: Wirtschaftlichkeit, Modernisierung, Generationswechsel und Legislaturchefs - um nur einige davon zu nennen. Die Corona-Krise 2020 hat gezeigt, wie geschwächt bereits die deutsche Wirtschaft in ihren Grundfesten dasteht und keiner traut sich, das klar auszusprechen. Mit viel Leistung, Fleiß und Hoffnung haben bis 2020 die meisten der Betriebe es irgendwie geschafft, zurecht zu kommen. Ob das weiter so geht, stellen wir fraglich.


Die Rolle der Gastronomie-Zulieferer

Fachkräftemangel an allen Ecken und Enden - an jedem zweiten Ladenlokal ist zu lesen "Fachverkäufer gesucht". Der "Job" ist schon längst nicht mehr eine Berufung und so mancher Arbeitgeber auch nicht mehr stabil. Die Mehrbelastung der Mitarbeiter durch Stellenabbau und stetig steigende Anforderungen durch Modernisierung und Digitalisierung kosten viel Kraft und Energie. Noch 2001 hat man die Feuerwehr gerufen, wenn jemand "Burn-Out" hatte. Kaum jemand ist zeitlich noch in der Lage, sich in die Tiefe zu lesen; Mitarbeiter für eine mehrmonatige Einarbeitung: Fehlanzeige. Als Fachkraft im Zuliefererbereich von Hotellerie und Gastronomie müssen derzeit die sog. "Fachverkäufer" mindestens 18 Warengruppen kennen, mehr als 3.000 Lieferanten betreuen und etwa 13.000 Artikel pflegen. Die Räder drehen sich so schnell, dass es einem Mitarbeiter mit Leistungserwartung kaum noch möglich ist, dem Pensum der Warenkunde zu folgen, zumal die Betriebe Umsatz brauchen und das Fachwissen seiner Mitarbeiter nicht als Betriebsvermögen bilanzieren können.


Die Rolle der Gastronomiebedarfs-Hersteller

Früher waren die Hersteller Garanten für Qualität, Produktbeschreibungen, Informationen und vor allem Anwendungsberatung für die Händler. Feste Allianzen, vertraglich zugesicherte Verkaufsgebiete, Exklusivitäten und die Wahrung der Distributionshoheiten waren Ehrenkodex. Große Marken waren verbunden mit großen Namen! Mehrfach jährlich besuchte man sich gegenseitig, transportierte gute Kunden zu Präsentationen und auf Messen trat man gemeinsam auf. Es waren mehr oder weniger funktionierende Einheiten von Hersteller und Handel. Das ist aber leider Geschichte! Heute ist Hersteller Produzent und Händler zugleich und Händler ist Händler und Wettbewerber in einem. Partnerschaften und feste Allianzen adé. Das Gastronomiefach ist Haifischbecken und Achterbahn in einem: Jeder gegen Jeden und es zählt nur noch das Monatsziel. 

 

Kaum einer macht sich Gedanken, dass das Geschäftsmodell des Kaufhauses bereits gestorben ist. Viele Marken unter einem Dach funktionierte schon bei den Global-Playern nicht! Wie soll ein mittelgroßer Gastrohändler überleben, wenn er all die Marken, die er vollkommen substitutiv vertreibt, pflegt, vergleicht, analysiert und letztlich für den Kunden lagert? Das geht nicht! Und was passiert, wenn die Marke nicht mehr selbst Produzent ist - selbst unter Kostendruck und Personalmangel steht - oder als Importeur eine Vielzahl von verschiedenen Warengattungen unter einem Logo führt? Da kann es schnell passieren, dass man "Porzellan" meint, aber Keramik hat - vielleicht sogar einem Herstellermogel selbst zum Opfer fällt und unwissend Keramik als "Porzellan" verkauft.


Die Rolle von Holst Porzellan

Wir haben gelernt, dass geringwertige Gebrauchsgüter "kostensensibel" vertrieben werden müssen. Im Bezug auf den hier gegenständlichen Fachkräftemangel bemühen wir uns, Gegengewichte und Ausgleich zu schaffen. Auch wir leiden am Kostendruck und am Fachkräftemangel und es dauert ungefähr 5 Jahre, einen Fachverkäufer nur für unsere Warengattung Porzellan heranzuziehen. Ein weißer Teller verträgt schon lange keinen Außendienst mehr, keinen Messeauftritt oder einen teuren Farbprospekt. Wir leisten unseren Dienst digital und stellen dem Fachhändler eine versierte und kompetente Fachberatung 24/7 zur Verfügung. Stück für Stück arbeiten wir täglich unsere Kollektion auf und ab, beschreiben und beraten alle Vor- und Nachteile ehrlich und sprechen Anwendungsempfehlungen aus. 


 

Um bei 4.000 Artikel und Ideen in Porzellan den Wald noch vor lauter Bäumen zu erkennen, kombinieren wir unser Sortiment zu Themen, Speisen und Betriebsformen. Jeder einzelne Artikel ist in seiner Qualität genau beschrieben, einem bestimmten Abnehmerkreis und Material zugeordnet und vor allem, in unserer Warenkunde herstellerneutral und international genau erklärt. Und bleibt doch noch eine Frage offen, erreicht man uns täglich von 08:30 h bis 17:30 per Email, Telefon oder sogar direkt in eine Kundenberatung via Skype-Browser.

Dass wir das ganz gut machen, beweisen 298 erhaltende Bewertungen in den letzten 12 Monaten, die uns mit 89% mit sehr gut und 8% mit gut bewertet haben.

 

Wir bringen das Wissen "on demand" zu unseren Vertriebspartnern, 24/7, versiert und fundiert. Das verstehen wir unter Vertrieb 2.0 und als Fachkraft-Unterstützung für unsere Handelspartner.

 

Ihr Vertriebsteam von Holst Porzellan

 

 

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