Merry Christmas & Happy Holiday

Liebe Kunden, verehrte Damen und Herren.

Das 2. Corona-Jahr - 2021 - neigt sich seinem Ende und wir von Holst Porzellan freuen uns auf den bevorstehenden Weihnachtsurlaub und eine besinnliche Zeit ohne Büro, Store oder Lager. 

 

Letzter Versandtag aus dem Lager                               23.12.2021
Last Call für eingehende Aufträge                                 22.12.2021
Betriebsurlaub für alle Unternehmensbereiche    24.12.2021 - 02.01.2022

Früher gab es eine Weihnachtstombola, um die vielen Geschenke der Lieferanten gerecht unter den Mitarbeitern zu verteilen. Doch dieser Strom verzichte mit den Jahren und wurde durch persönlich gewidmete Weihnachtskarten ersetzt. Später dann, wurden sie gedruckt und mit farbigen, digitalisierten Unterschriften versehen. Dann kamen die Emails und so mancher verklickte sich beim Versand mit "CC" und "BC". Das gab dann schon mal Ärger. Aber diese Jahre waren auch nur wenige und wurden wiederum durch WhatsApp, WeChat, Skype und andere Messenger abgelöst, die unsere persönlichen Wünsche zu Weihnachten und für das kommende Jahr den wertvollen Menschen, Freunden, Partnern und Kollegen zu überbringen. Ob diese Wünsche - früher wie heute - wirklich so herzlich und persönlich gemeint sind, sei mal dahingestellt. Aber diese Entwicklung in den letzten 30 Jahren verdeutlicht uns, dass wir Menschen doch mehr digitaler geworden sind, als wir uns das manchmal zugestehen.  

Früher gab es Messen, auf denen wir unsere Kunden getroffen haben und viele gute Gespräche führen durften. So lernten unsere Lehrlinge die guten Kunden persönlich kennen und konnten sich ein Bild von den Menschen machen. Heute können kaum noch unsere jüngeren Mitarbeiter Namen zu Firmen ordnen, ohne eine Kunden- oder Belegnummer. Der Transport von Informationen, Fachwissen und Beratung erfolgt heute mehrheitlich digital und die meisten Menschen schätzen diese schier unendliche Online-Datenbank als Quelle für Anleitungen, Beratungen und Supports.

Früher haben wir aus unserem Lager etwa 350 Lieferungen im Monat versandt. Kaffeebecher, Pizzateller und Krankenhausporzellan lieferten wir nur palettenweise an unsere Großhändler. Heute sind es weit mehr als 2.000 Pakete im Monat und die meisten wiegen weniger als 20 kg. Sonderkonditionen für Lagerserien und Listungsware sind fast ausgestorben. Es wird nur noch das bestellt, was man braucht und der Begriff "Tagesgeschäft" downgraded sich in immer kleiner werdende Vorräte und kumuliert in einem gigantischen Massiv von Logistik und Lieferketten.

Heute, im Dezember 2021 bezeichnen wir mit "früher" vor allem die Zeit vor Corona, als wir unbeschwert Essen und Tanzen gehen konnten, die Oma besuchen, auf Bierbänken gejodelt und auf Sitzungen dem närrischen Treiben gefolgt sind. Die älteren Generationen fühlen sich heute eingeschränkt, aber den jungen Menschen hat Corona bereits viele Teile ihres Lebens gestohlen. Kein 18. Geburtstag, keine Abifeier, keine Klassenfahrt, keine Bachelor-Ehrung und viele weitere Ereignisse, auf die man im Älterwerden oft gerne zurückblickt. In den vergangenen zwei Jahren sind wir uns alle weniger, oder viel zu wenig begegnet. Der Blick in ein prallvolles Fußballstadion oder Konzertsaal haucht vielen unter uns ein ungutes Gefühl ein. Wir denken über den Ellenbogengruß, FFP2 und Distanzen nach, die uns vielleicht bis heute das Leben gerettet haben.

Als Denis Papin 1690 die Dampfmaschine der Weltöffentlichkeit präsentierte ahnte keiner, wie sehr seine Erfindung die Menschheit verändern würde. Es war der Beginn der Industrialisierung. 200 Jahre später meldete Carl Benz am 28. Januar 1886 das Patent des Motorwagens an und bescherte uns die räumliche Mobilität. 1879 erhielten wir von Wilhelm Fein das Telefon und damit eine unbegrenzte Verfügbarkeit der Stimme ohne die Notwendigkeit einer persönlichen Präsenz. Erst vor 23 Jahren - am 7. September 1998 startete Google seinen Dienst und bescherte uns mit dem Finden im Internet eine Fähigkeit, die erneut das Leben der Menschen gravierend verändert. Seit 2020 befinden wir uns in einem Zeittunnel, der uns, wohin auch immer, Zeit-komprimiert in die Zukunft katapultiert. Entwicklungen, die früher Jahrzehnte gedauert haben, müssen wir seit dem 16.03.2020 in Monaten bewältigen.

Ich bin seit dem 4. August Opa und schätze zwei "Kinder" unserer Porzellanfamilie als Übergang in die 4. Generation. Wir haben ein super Team und jeder hier gibt sein Bestes. Wir sind sowohl online als auch "old fashioned" also klassisch für unsere Kunden da und pflegen unsere Produktionsbetriebe als wichtige Partner. Digital sind wir mit allen Partnern vernetzt und arbeiten Dank des Internet und unserer Teams in China, Hongkong und Bangladesch fast so, als wären wir vor Ort. In Summe dürfen wir von Holst Porzellan also feststellen, dass wir von der Digitalisierung profitiert haben. Für uns ist es nicht nur der böse Geist des stationären Handels, sondern unsere Zukunft! Vor allem aber sind wir dankbar für alles, was wir haben!

Bis heute haben wir den schwierigen Corona-Weg gemeistert und stehen sowohl physisch als auch monetär und operativ sehr vital im Leben. Doch wir sehen, dass Corona noch lange nicht vorbei sein wird und die schweren Zeiten wohlmöglich ihren tiefsten Punkt noch nicht erreicht haben. Unsere Lieferketten und unsere Hauptabsatzbranche machen uns zwar Sorgen, aber mit unserem Fleiß, dem Können und dem unverwüstlichen Willen "das zu packen" sind wir einfach besser als viele andere, die nur ihren "Job" machen.

Wir folgen unserer Berufung.  

In diesem Sinne, packen wir es mit Ihnen gemeinsam an, genießen vorher noch die Weihnachtsferien und starten zuversichtlich und motiviert im Jahr 2022. 

Merry Christmas und alles Gute für 2022

Ihr Knud Holst mit dem ganzen Team von Holst Porzellan 

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