Gewichtstoleranzen

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Gewichtstoleranzen von Porzellankörpern

Der gewöhnliche, bestimmungsmäßige Gebrauch von Porzellan erfolgt i.d.R. unabhängig vom Gewicht eines Geschirrteils. Der Kellner hätte gerne einen Teller "so leicht wie möglich", der Gast "so temperaturanhaltend wie möglich", der Einkäufer "so günstig wie möglich" und der Inhaber "so langlebig wie möglich". Es ist nicht einfach, dieser Anforderungsvielfalt gerecht zu werden. Echtes Hartporzellan (ohne Additive) hat eine hohe Dichte und damit ein hohes Eigengewicht (Temperaturstandfestigkeit).

Für erhebliche Gewichtsunterschiede eines Geschirrteiles ein- und derselben Bauart sind gleich mehrere Toleranzfaktoren verantwortlich und können - je nach Fertigungsart (Gießen, Drehen, Pressen) und Fertigungsmethode (halbautomatische oder vollautomatische Herstellung) - sehr unterschiedlich ausfallen. Gewichtstoleranzen zählen deshalb zu den gewöhnlichen, bauartbedingten Schwindungstoleranzen keramischer Erzeugnisse. Meist sind Wandstärkentoleranzen für die Gewichtstoleranzen verantwortlich.

Hohlteile sind davon eher betroffen als Flachteile, Gussteile eher als Pressartikel, manuell gefertigtes Geschirr eher als vollmaschinell hergestelltes Porzellan. Ebenfalls die Produktionscharge nimmt Einfluss auf das Gewicht, denn die Rohmassen (Kaolin/Feldspat/Quarz) sind nicht immer von gleicher Konsistenz. Daraus eine exakte Abweichungsregel zu formulieren, vermögen wir hier nicht zu leisten. 

 

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