Henkelrisse

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Henkelriss/Henkelabriss bei Tassen, Bechern & Hohlkörpern

Der Henkel trennt sich in der ersten Phase des Henkelabriss mit sauberen Kanten vom Becherkörper ab und zeigt offenporige Flächen. In der zweiten Phase bedarf es dann einer zusätzlichen mechanischen Belastung, den übrigen Teil des Henkels quasi "abzureißen". In seltenen Fällen, vor allem bei minderer Produktionsqualität, trennen sich auch Henkel und Becher völlig glatt voneinander. Dabei kann es ausreichen, lediglich einen mit 100 - 200 g befüllten Kaffeebecher einfach anzuheben, um den Henkelabriss zu vollenden.  

Für diesen Fehler im Porzellan sind meistens 2 Ursachen verantwortlich.

Zum einen wird bei der konventionellen handwerklichen Produktion von Porzellanbechern oder -tassen zwischen Henkel und Becher Porzellanschlicke aufgetragen, damit im Hartbrand Becher und Henkel quasi zu einem Stück verschmelzen. Wenn diese Porzellanschlicke aufgrund mangelnder Sorgfalt zu gering oder unregelmäßig verwendet wird, besteht die Gefahr von Henkelabrissen. 

Zum anderen kommt es zu Henkelabrissen, wenn - bei maschineller (großindustrialisierter) Herstellung - dem Roboter in seiner Grundeinstellung "ein Milligramm" Anpressdruck fehlt. Dies geschieht vor allem bei nicht zylindrischen Becherformen mit konischer (siehe Bild links) oder bauchiger Form, wenn ein geradlinig ausgestalteter Henkelsteg an einen nicht geradlinigen Hohlkörper gepresst wird.

Dieses Erscheinungsbild entspricht der Qualitätsstufe "C-Sortierung", weil der Trinkbecher bei bestimmungsmäßigem Gebrauch seine Nutzungseigenschaft verlieren wird. Anders ausgedrückt: Wer seinem Gast einen solchen Trinkbecher anbietet, riskiert im Zweifel nicht nur eine nasse Hose, sondern auch noch eine Schmerzensgeldklage wegen eines verbrühten "P" ...Oberschenkels! 

 

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