Stapelbruch

Stapelbruch durch mechanische Last

 

Umstritten zwischen Kunde und Lieferant ist oft der sogenannte "Stapelbruch", also das Brechen von Porzellan bei der Aufstapelung. Richtig ist, dass Hotelporzellan und Gastronomiegeschirr wesentlich höher belastbar gegen mechanischen Druck ausgerüstet sind als herkömmliches Haushaltsporzellan. Aber auch Hotelporzellan ist nicht endlos belastbar. Vor allem, wenn der mechanische Druck durch Erschütterungen verstärkt wird. Hauptursache für Stapelbruch in der gewerblichen Küche sind Tür- und Aufzugschwellen in Verbindung mit hohen (schweren) Stapeln. 

Die Biologie lehrt uns, dass das kräftigste Tier der Welt die Ameise ist und nicht der Elefant. Eine Ameise kann das Hundertfache ihres eigenen Gewichtes tragen, der Elefant nicht. Demnach ist nicht Masse und Größe für eine Lastenpotenz heranzuziehen, sondern der proportionale Wert.  

Vielerorts wird Porzellan nahezu unbedacht und sorglos aufeinander gestapelt und ein Artikel gerne mit dem 20- bis 50-fachen seines eigenen Gewichts belastet. Ein Stapel mit 20 Pizzatellern wiegt beispielsweise schon 26 bis 30 kg.

Wir empfehlen daher allen Anwendern, sich von den Auflage- und Kontaktpunkten des zu stapelnden Porzellans selbst zu überzeugen, die Stabilität der Ware selbst zu prüfen und auch die Verbringsorte und mobilen Gerätschaften in die Beurteilung miteinzubeziehen. So sollte jeder Betrieb für sich und für jedes einzelne Porzellan- und Geschirrteil in der Spülküche eine eigene, individuelle Stapelregel festlegen.

Als kleine Faustregel gilt: Ab dem 10-fachen des Eigengewichts beginnt die Gefahrenzone des Stapelbruchs. 

Grundsätzlich ist Stapelbruch kein Fehler des Porzellans.

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