Material, Design & Alleinstellung

Ein kurzer Blick zurück. 

Die II. Epoche unserer Firma, zwischen den Jahren 1955 und 1989 war ganz und gar dem Aufbau des Porzellans der Marke „Made in Germany“ gewidmet. Die Technik deutscher Porzellanfabriken und die Qualität damals war herausragend. Viele Marken wie Eschenbach, Winterling, Walküre, Seltmann, Arzberg u.a. haben erst in dieser Zeit ihre Marken etablieren und sich aus der Gleichheit des „Bavaria Porzellan/Germany“ befreien können. Doch die Industrialisierung des Tafelgeschirrs fand auch fern deutscher Grenzen statt und der Exportschlager Porzellan wurde durch die Maschinen und Fertigungstechnologien der deutschen Porzellanherstellung ersetzt. Gleichwertiges Porzellan wurde plötzlich in Polen, Tschechien, Rumänien, Portugal, im Iran, der Türkei und vielen anderen Ländern in gleicher Qualität und Güte hergestellt. Porzellan Made in Germany verlor erheblich von seiner Wettbewerbsfähigkeit.

In der III. Epoche unserer Firma, zwischen den Jahren 1997 und 2012 lag der Focus unserer Kollektionsarbeit auf einem Spezialsortiment von Küchenporzellan, Accessoires und Gebrauchsporzellan für den gewerblichen Gebrauch mit einem günstigen Sortimentsdurchschnitt. Feuerfeste Geschirre, Küchenporzellan und Artikel aus dem massiven Hotelscherben stellten eine Marktnische dar, in der es noch Marktpotential gab. Es folgte gelehrtes Funktionsgeschirr für Kliniken und Krankenhäuser. Das Motto „schlicht & stark“ prägte unser Markenbild.

Nach dem Entfall der Importbeschränkungen (Quota) für Porzellan aus der Volksrepublik China im Jahre 2004 wurde dieses Konzept von vielen Unternehmen adaptiert und viele unserer Artikel kopiert. Espressotassen, Löwenkopfterrinen und Stapelbecher gab es plötzlich an jeder Ecke. Sogar unser Slogan wurde aufgegriffen und in „gut & günstig“ verwandelt. Der Wettbewerbsdruck führte zu einem Verfall der Qualitäten und minderwertigere Materialien wie Stoneware, New Bone China, Vitreous China u.a.  wurden den ahnungslosen Verbrauchern als Porzellan verkauft. Diese Ware hält zwar nicht so lange, war aber schön billig. 2012 war schlicht und stark für den Verbraucher nicht mehr unterscheidungsfähig zu gut und günstig. Wir mussten unser Profil schärfen.


 

Wer die Vergangenheit nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten!

Holst Porzellan heute

Auf den Spuren des Dr. Wilhelm Pukall haben wir 2012 begonnen, die guten Eigenschaften und den Funktionsumfang von Porzellan selbst zu erforschen. Viele Partner und Hersteller haben uns dabei unterstützt und begleiten uns bis heute, echtes Hartporzellan noch besser zu machen.

"Besser" bezieht sich dabei nicht auf Design von Designern, sondern auf die Funktionsansprüche der Anwender. Unsere Designer heißen 

  • Koch/Köchin/Patissier/Konditor/in 
  • Kellner/in - Serviermeister/in
  • F&B Manager
  • Kunde/in - Problem/Problemlösung

 

und das nicht, weil wir uns einen Wofgang Joop, eine Paloma Picasso oder einen Harald Glööcker oder Guido Maria Kretschmer nicht leisten können, sondern wei diese Designer a) keine Ahnung von der Gastronomie haben und weil b) kein Koch oder F. & B.-Manager mehr für einen Teller bezahlt, weil sein Design (meist nur der Dekor) von dem Namen eines Designers geprägt ist. Eine gastronomische Kompatibilität, ein möglichst hoher Verwendungsnutzen und ein perfektes mis en place stehen für gutes Design eines Gebrauchsporzellan.

"Besser" beziehen wir von Holst Porzellan auf die Art und Güte eines Hartporzellan-Scherben und seiner Glasur

  • 180 °C Thermoschockresistenz
  • Temperaturstabilität bis 350 °C
  • Tiefkühl-Beständigkeit bis -30 °C.
  • Regenerationsfähigkeit und Eignung für Cook & Chill
  • 200 bis 400% höhere Kantenschlagfestigkeit als andere Markengeschirre
  • Eine Spülmaschinenfestigkeit von mehr als 3.000 Spülgängen
  • Hohe Korrosionsresistenz der Glasuren 
  • u.v.a.

 

Den Fokus von "Besser" legen wir auf eine Analyse der am Markt gängigen Fabrikate und Qualitäten und suchen die "Löcher und Nischen", die uns ein Bauscher, Schönwald, Seltmann, Steelite, Kahla u.a. überlassen, weil sie allesamt mit gleichen oder sehr ähnlichen Rohstoffen und Technologien produzieren und vor allem, weil sie aufgrund ihres hohen Industrialisierungsgrades die Bodenhaftung zur handwerklichen Fertigkeit der Porzellanherstellung verloren haben. Maschinen haben in diesem Industriezweig engere Grenzen als der Mensch.   

Ein Teller ist eben nicht nur ein Teller! Deshalb suchen und schützen wir im Rahmen unserer Markenpflege unsere Fachhändler als Partner und bieten so eine hohe Alleinstellung unserer Produkte am Markt und wichtige USP's (unique selling proposition) für eine preisstabile und solide Verkaufsarbeit eines guten Produkts für den Endkunden. 

 


 

 

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