Ökologie, Umweltschutz & Nachhaltigkeit

Die Kontroverse von sein und wollen

Der Deutsche Bundestag bietet im Sommer 2019 Gretha Thunberg eine Bühne für grüne Umweltpolitik. Im darauffolgenden September erklärt das sechszehnjährige Mädchen den Vereinten Nationen, wie Umweltschutz geht. Die Bilder und Berichterstattung über die Meeresverschmutzung lassen unsere Nation aufschreien: Stoppt den Plastikmüll. 

Genau zwei Jahre später, während der Corona-Krise, konsumiert fast jeder Deutsche etwa 10-mal soviel Einwegverpackungen als zwei Jahre zuvor.  60% davon bestehen aus Kunststoff-synthetischem Plastik. Ohne diese Einwegverpackungen wäre der kleine Rest gastronomischer Dienstleitung in Zeiten eines Lockdowns nicht möglich!

Europaweit beginnen im Jahr 2020 die Förderprogramme der Regierungen für die emissionsfreie Mobilität. Der urbane Lebensraum braucht Elektroautos. Fast jeder Jugendliche und jeder dritte Mann drehen sich aber an der Ampel um, wenn sie vom Sound eines offenen 8-Zylinders verzaubert werden. Das leise (und gesunde) Summen eines E-Autos würdigt niemand.

Rauchen schadet der Gesundheit - und doch tun es viele. Fettes Essen ist schlechte für die Gesundheit und doch sind mehr als 50% der deutschen Bevölkerung übergewichtig. Alkohol schadet der körperlichen Entwicklung - und doch zählen Komasaufen und Trinkspiele bei der Jugend zu den Top-Events. Alle wollen den lokalen Handel unterstützen - und doch nehmen die Online-Umsätze von Tag für Tag zu. Jeder weiß, dass Blogger, YouTuber und Influencer über absolut keinerlei besondere menschliche oder fachliche Qualifikationen verfügen und doch zählen sie heute als Content Creators zu den Idolen von Millionen. 

Wer also ernsthaft glaubt, dass ein Händler im Jahr 2021 Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Ökologie über die wirtschaftlichen Ziele seines Unternehmens stellt, der glaubt auch an Elfen und Einhörner.


Natur, Umwelt und Holst Porzellan

Mit wachsenden klimatischen Veränderungen schärft sich jedoch der Blick für Nachhaltigkeit in der Gesellschaft. Wann die verschiedenen Verbrauchergruppen für welche Warengattungen und deren ökologische Erzeugung letztlich mehr Kaufkraft aufwenden werden, bleibt abzuwarten. Eines sehen wir aber 2021 sehr deutlich: Porzellan ist es noch nicht!

Trotzdem nehmen wir von Holst Porzellan seit Jahren unsere ökologische Verantwortung sehr ernst! Artikel der Holst-Porzellan-Kollektionen stammen aus umweltschonenden Gasöfen, bei denen die Kohlenstoffemissionen deutlich geringer sind als bei anderen, "billigeren" Befeuerungsarten. Durch ein hohes Maß an Produktionskompetenz können wir gegenüber vielen anderen - vor allem deutschen - Herstellern auf eine Brennstufe (den Biskuitbrand) mehrheitlich verzichten und sparen dadurch wichtige Ressourcen. Einer der Gründe, warum unsere Artikel günstiger sind als sogenanntes Premiumporzellan. Als einer der wenigen Hersteller unserer Branche verzichten wir vollständig auf umweltbelastende Kunststoff-Geschenkverpackungen, Folien, Blister und Schrumpfverpackungen. Holst Porzellan wird nur in recyclefähigen Kartonagen verpackt und verkauft. Es entspricht nicht unserer Philosophie, Artikeln einen Verpackungsanteil von 20% und mehr beizugeben und beschränken uns gemäß unserem Motto "Schlicht & Stark" auf wiederverwertbare Pappe und Papier. 

Wir können aber die Welt nicht retten und beurteilen, ob "Biostrom" oder "Wegwerfwindeln" nachhaltig sind. Trotzdem können wir etwas tun! Wir sorgen dafür, dass unser Porzellan nicht mit unnötigen Verpackungen ausgestattet wird und vermeiden seit mehr als 20 Jahren jede Art von Kunststoff- und Blisterkartons.

Unsere Werke halten wir an, ihre alten verschlissenen Gipsformen für den Straßenbau zu sammeln, Massenüberschüsse der Fertigung zurückzuführen und Wärmekanäle für Trocknungsräume zu bauen. Vor allem aber lassen wir es nicht zu, dass unsere Fehlware (c-grade) einfach zerstört wird, sondern in den Erzeugerländern an Mitarbeiter und Bedürftige verteilt wird. Mehr.

Doch dabei belassen wir es nicht. Auch unser eigenes Handeln und unsere tägliche Arbeit unterziehen wir immer mehr und immer kritischer einer ökologischen Verträglichkeit und Verbesserungswürdigkeit. Mehr.

 

 

 

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