Preiserhöhung zum 1. Mai 2022

 

Infopost Update vom 26.04.2022

Preiserhöhung für Händler erst zum 1. Juni 2022

Mit unserem Infopost Newsletter vom 24.03.2022 haben wir eine Preiserhöhung für den 1. Mai 2022 angekündigt. Die Vereinbarungen für unsere Produktionskapazitäten waren mit den Partnerwerken weitestgehend abgeschlossen und die neue Preisliste quasi versandbereit. Nach einer kurzen Erholung des Euro auf 1,1156 stürzte unsere Währung seit Anfang April in die Tiefe und zeichnet heute bei 1,0711 einen weiteren Wertverlust von knapp 4%. Strom- und Gaspreise in den Erzeugerländern stiegen von März bis April im Durchschnitt um weitere 18%. Um die Warenversorgung unseres Sortiments weiter sicherzustellen, mussten wir im April "Blanco-Contract-Erhöhungen" bis zu 30% akzeptieren. Sprich: Innerhalb von 6 Wochen haben sich die Erzeugerpreise für unser Porzellan nochmals bis zu 30% erhöht. 

Einige unserer Händler haben sich eine längere Vorbereitungszeit für die Preispflege erbeten. Dieser Wunsch ist mehr als verständlich. Ferner macht es keinen Sinn, die Preise innerhalb von 3 Monaten zweimal zu erhöhen. Deshalb haben wir heute beschlossen, die gesamte Preiserhöhung nochmals durchzurechnen und den neuen Parametern anzupassen. Unseren Händlern & Wiederverkäufern verlängern wir die Bezugsfrist zu alten Preisen für alle Aufträge, die bis zum 31.05.2022 ausgeliefert werden können.

Online werden wir sukzessive damit beginnen, die Preiserhöhungen Artikelgruppen-bezogen nach Fertigstellung der jeweiligen Kalkulationen umzusetzen. Für unsere Händler bleibt jedoch die Preisgültigkeit der Preisliste vom 15.08.2021 bis zum 31.05.2022 (Lieferdatum) bestehen. Entsprechendes gilt für alle Wiederverkäufer, mit denen wir Sonderpreisvereinbarungen getroffen haben. Auch hier greift die Preiserhöhung zum 1. Juni 2022. Anderslautende Vereinbarungen werden hiermit vorsorglich aufgekündigt.


 

Ein persönliches Wort zur Preiserhöhung 2022 von unserem CEO

Liebe Kunden, verehrte Partner.

Seit 41 Jahren bin ich nun in dieser Branche tätig, seit 1997 zeichne ich persönlich für Holst Porzellan. In dieser Zeit habe ich insgesamt 18 Preiserhöhungen gerechnet und umgesetzt. Es gab in den Jahren sowohl moderate Anpassungen als auch empfindliche. Ich kann mich noch gut an die Erhöhung unseres Kaffeebechers BC 022 erinnern, als wir über die 50 Cent Marke springen mussten. Damals opponierte Jürgen Pretsch von Lerchenhost für die EUGAST-Gruppe (ehem. ERFA 87) vehement gegen diese Preiserhöhung. Großen Krach in der Händlerschaft gab es auch, als die Löwenkopfterrine 0,45 l mehr als einen Euro kosten sollte. Im Folgejahr sank der Absatz von 75.000 Stück um mehr als ein Drittel. Seit einigen Jahren muss ich persönlich fast jeden Artikel rechtfertigen, der bei einem bekannten Gastroversand-Handel um mehr als 4% angehoben wurde. Erhöhungen ab 8% haben wir über viele Jahre immer wieder durch Reduktionen und Sparmaßnahmen kompensiert und seit 2012 mit Beginn des Antidumping auf Margen verzichtet.

Die Wahl des Donald Trump war eine böse Überraschung! Mit dem Brexit hat Europa einen Teil seiner Vernunft verloren. Corona hat uns viel Prosperität gekostet und das weltweit fragile Lieferketten-System stark beschädigt. Der Krieg in der Ukraine verändert gerade das bisherige Weltbild. Europa leidet am Mangel von Öl und Gas und in Afrika werden Menschen verhungern, weil Russland die Häfen der Ukraine entweder schon okkupiert hat oder gänzlich zerstören wird. Am 15. September 1977 hat der SPD-Kanzler Helmut Schmidt die Unerpressbarkeit der Bundesrepublik Deutschland manifestiert. 45 Jahre später werden wir von einem Mörder und Kriegsverbrecher erpresst, humanitäre und militärische Hilfe gegen einen Völkermord zu unterlassen.

Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj hatte Recht als er am 24. Februar 2022 feststellte, die Welt wird nicht mehr dieselbe sein.

Zum 1. Juni 2022 werden wir Preiserhöhungen dulden und weitergeben müssen, die es bislang in einer solchen Form noch niemals gegeben hat. Der Coupteller CT 019 wird sich voraussichtlich um 41%, der Stapelbecher BC 029 PACK 24 um 35% oder die Löwenkopfterrine 0,45 l um etwa 20% erhöhen. Vielleicht sind es auch diese Extremen, die mich bisher davon abgehalten haben, die aktuelle Preisliste auszugeben. Immer wieder versuchen wir, irgendwie, irgendwo irgendetwas einzusparen, zu verbessern oder zu optimieren. Ich selbst bin fassungslos, in welchem Tempo und in welcher Größenordnung unsere Kollektion bzw. Porzellan global teurer geworden ist und dieser Inflationsprozess wohl noch weiter anhalten wird. 

Liebe Astrid L., Heike B., liebe Martina T., Sara H., lieber Adrian G., Henning S., Christian M., Phillip T., Jürgen F., Mario H., Markus S., Michael B., ... Sie alle und viele weitere Entscheider unserer Partnerbetriebe sind uns liebe und wichtige Kunden, mit denen wir seit Jahren und Jahrzehnten gute Beziehungen pflegen. Sie sind uns wichtig und ich bitte Sie alle sehr herzlich, die kommende Preiserhöhung so aufzufassen, wie sie ist: Als Übel zum Überleben!

Fast schäme ich mich, Ihnen derartige Steigerungsraten präsentieren zu müssen und ich hoffe inbrünstig, dass das Band der Partnerschaft und die Erkenntnis, dass es alle trifft, uns zusammenhält.

Herzlichst Ihr

Knud Holst


Infopost vom 24.03.2022 - Ankündigung der Preiserhöhung

Der Krieg in der Ukraine mit den daraus folgenden Auswirkungen auf die Energiewirtschaft zwingt auch uns zu einer Anpassung unserer Listenpreise zum 1. Mai 2022.

Es gehört zu unserer langjährigen Tradition, dass unsere Preise mindestens 12 Monate Gültigkeit haben. Doch die Kumulation der Ereignisse (Corona, Lockdowns, Containerkrise und nun der Krieg) zwingen uns, die Gültigkeitsdauer der aktuellen, am 15.08.2021 in Kraft getretenen Preise zu reduzieren. In den vergangenen Wochen haben sich global die Herstellungskosten um mehr als 20% erhöht. Für die zweite Jahreshälfte 2022 prognostizieren wir einen weiteren Anstieg zwischen 25 und 50%.

Aber das ist leider noch nicht alles. Der Ausfall der Ukraine als Rohstofflieferant für die Porzellanindustrie trifft vor allem auch die Beschaffung wichtiger Komponenten unseres "High Alumina Porzellan". Wir rechnen daher bei den Serien

  • Skagen
  • Fine Dining
  • Harmony
  • Style
  • Karina
  • Moreno
  • Vital Level

 

mit Lieferausfällen mindestens bis zur Jahreswende 2022/2023. Ob wir die Serien Skagen, Moreno und die Teller der Serie Vital Level überhaupt zukünftig in der Qualität "High Alumina" weiter bedienen können, ist nach dem heutigen Stand der Dinge fraglich. Die Produktion dieser Artikel konnte seit November 2020 ihren Betrieb bis heute nicht mehr aufnehmen.

Auch innerbetrieblich haben die gravierenden Einschnitte bei uns ihre Spuren hinterlassen. Die Position des Verkaufsleiters Handel, langjährig besetzt durch Herrn Jannis Kinast, wird bis auf weiteres nicht neu besetzt. Unsere Büros in Hongkong und Dhaka wurden personell reduziert und arbeiten nunmehr mit Minimalbesetzung. Aktuell sind wir dabei, uns auf eine weiterhin eintrübende Konjunktur in unserem Marktsegment einzustellen; laut Prof. Drosten kommt der nächste Corona-Winter bestimmt und die Versorgung mit fossilen Brennstoffen wird mit Sicherheit auch nicht besser.

In den vielen Jahren unserer Arbeit haben wir eine derartige Epoche noch nicht durchleben müssen. Mit dem Kampfgeist und der Motivation unseres gesamten Teams werden wir aber auch diese Phase überstehen und Sie auch weiterhin als stabiler Partner für professionelles Porzellan begleiten.

Danke für Ihr Verständis,

Ihr Team von Holst Porzellan

 

 

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