Stoneware

Stoneware

 

 

Die mit Abstand schwierigste Ausarbeitung in unserer Warenkunde rund um Keramik und Porzellan ist wohl diese Seite über "Stoneware". Wir könnten es uns einfach machen und einfach den Übersetzungslink zu Steingut setzen. Leider umschließt aber die einfache deutsche Übersetzung von Stoneware nicht alles das, was wir auf den Märkten dieser Welt unter diesem Begriff vorfinden. Selbst Wikipedia geht in der Unterscheidung von Steinzeug und Steingut bei Stoneware nicht exakt auf die Feinheiten ein und hinterläßt Lücken. Auch in der umfassenden Fachliteratur, die sich seit 1928 bei und angesammelt hat, gibt es keine definierenden Fachbegriffe in englischer Sprache zur eindeutigen Abgrenzung, wie sie einst von Dr. Wilhelm Pukall festgeschrieben wurde. 

 

Es gilt festzustellen, dass "Stoneware" als Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Arten von feinkeramischen Erzeignissen in unterschiedlichen Ländern überaus unterschiedlich angewendet wird. Die Bezeichnug "Stoneware" finden wir u.a. für folgende Arten:

 

  • Canton ware (Guangzhou/China)
  • Chinese stoneware (Frankreich)
  • Cizhou ware (Hebei/China)
  • Diamant china (China)
  • Durable stoneware (China)
  • Dynamite (China)
  • Fine China (China)
  • Ge ware (Wy dynasty/China)
  • Guan ware (Song dynasty/ China)
  • Hares fur glaze (Song dynasty/ China)
  • Henan ware (Henan/China)
  • High Fine Bone (China)
  • Hongzhou ware (Jiangxi Sheng/China)
  • Ivory Bone (China)
  • Jizhou ware (Jiangxi/China)
  • Jun ware (China)
  • Longquan celadon (China)
  • Luxor Cream (China)
  • Oil spot glaze (China)
  • Qilizhen ware (Jiangxi/China)
  • Qiong ware (China)
  • Shipwreck Ceramics (China)
  • Shuiche ware (Guangdong Sheng/China)
  • Stoneware (China)
  • Yaozhou ware (Shaanxi/China)
  • Yixing ware (Guangdong/China)
  • Yue ware (China)

 

​Wir wagen es nicht, exakte Unterscheidungen und Definitionen anzugeben. Dies liegt auch daran, dass viele chinesische Hersteller ihren Rohstoff nicht selbst mischen und schon von daher die Zusammensetzung und Formeln ihres Materials nicht exakt benennen können. Im Grunde spielt auch eine Unterscheidung in dieser wundervollen Vielfalt keine Rolle, weil sie allesamt unter 1.300 °C gebrannt sind und kaum Mullitbestandteile aufweisen. Damit entsprechen sie allesamt nicht der Güteklasse "Hartporzellan" und sind für den gewerblichen Einsatz nur bedingt verwendbar. 

 

 

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